Eine vorgehängte hinterlüftete Keramikfassade für die Erweiterung des Rathauses Ofterdingen

Rathaus Ofterdingen:

Ein keramisches Relief für die Moderne

Mit dem Erweiterungsbau des Rathauses Ofterdingen wurde ein moderner Verwaltungsbau realisiert, der sich bewusst und respektvoll an ein denkmalgeschütztes Bestandsgebäude aus dem 16. Jahrhundert anfügt.

Zentrales Gestaltungselement ist eine vorgehängte hinterlüftete Keramikfassade basierend auf dem SYSTEA TC110 Profilsystem, die Leichtigkeit, Dauerhaftigkeit und architektonische Präzision vereint.

Die Fassade übernimmt dabei sowohl funktionale als auch gestalterische Aufgaben und stärkt die Identität des neuen Verwaltungsstandorts.

Auf 660 m² kamen abwechslungsreich profilierte Plattenelemente zum Einsatz, deren Reliefoptik je nach Lichteinfall eine dynamische Oberflächenstruktur erzeugt.

Ergänzt wird dies durch 4.000 laufende Meter Keramik-Baguettes, die vor die Fensterflächen gesetzt wurden. Diese fungieren als semitransparentes Designelement, das die Architektur betont, ausreichend Tageslicht ins Innere lässt und gleichzeitig die Reliefstruktur der Platten optisch fortführt. Mit dem gewählten Farbton „Creme“ fügt sich der Neubau harmonisch in das denkmalgeschützte Ensemble ein.

Herausforderung

Das historische Rathaus aus dem Jahr 1523 war räumlich an seine Grenzen gestoßen. Gesucht wurde eine Erweiterung, die zusätzliche Arbeitsplätze schafft, ohne den denkmalgeschützten Bestand zu dominieren.

Besondere Anforderungen ergaben sich aus:

  • der Einbindung in ein denkmalgeschütztes Ensemble
  • der geplanten Holzständerbauweise des Neubaus
  • hohen Anforderungen an Brandschutz, Gewicht, Langlebigkeit und Wartungsarmut
  • dem Wunsch nach einer hochwertigen, langlebigen Fassadenlösung mit eigenständigem architektonischem Ausdruck

Lösung

Der von Glück + Partner GmbH, Stuttgart entworfene Neubau dockt im rechten Winkel an das Bestandsrathaus an und bleibt trotz deutlich größerer Kubatur schlank und zurückhaltend.

Als Fassadensystem kam das SYSTEA Profilsystem TC110-V für vertikal angeordnete Keramikplatten zum Einsatz, welches mit Keramikplatten von Tonality kombiniert wurde.

Die verdeckte Befestigung der vertikal angeordneten Tonality Baguettes wurde mithilfe einer Sonderkonstruktion gelöst.

Die einschalig produzierten Keramikelemente sind besonders leicht und eignen sich ideal für den Holzbau. Durch das geringe Eigengewicht konnte die Unterkonstruktion mit weniger Verankerungen realisiert werden.

Die innenliegende Dämmung hält die Aufbauhöhe der Fassade gering und unterstützt einen wirtschaftlichen Gesamtaufbau.

Gestalterisch wurde die Fassade objektbezogen entwickelt:

  • Profilierte Keramikplatten mit Reliefoberfläche
  • Keramische Baguettes, die vor Fensterflächen montiert wurden
  • Eine einheitliche, naturnahe Farbgebung im Ton „Creme“

Entstanden ist ein moderner Erweiterungsbau mit einer dynamischen, lebendigen Keramikfassade, die sich harmonisch in das denkmalgeschützte Umfeld einfügt und gleichzeitig einen zeitgemäßen Akzent setzt.

Das Ergebnis

Die Reliefstruktur der Keramikplatten erzeugt je nach Tageszeit ein wechselndes Licht- und Schattenspiel. Die rund 4.000 laufenden Meter Baguettes strukturieren die Giebelseite und Fensterbereiche, lassen Tageslicht ins Innere und wirken als semitransparente Fassadenelemente.

Die Fassade überzeugt darüber hinaus durch:

  • Hohe Witterungs- und UV-Beständigkeit
  • Sehr gute Brandschutzeigenschaften
  • Lange Lebensdauer über mehrere Jahrzehnte
  • Einfache Reinigung, z. B. bei Verunreinigungen oder Vandalismus

Der Erweiterungsbau präsentiert sich damit als nachhaltiger, funktionaler und gestalterisch hochwertiger Verwaltungsstandort, der Alt und Neu schlüssig verbindet.

Projektdetails

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