Neubau in der Stiftung J.P. Pescatore in Luxemburg
Präzise Fassadentechnik für anspruchsvolle Architektur
Mit der Erweiterung der Fondation J.P. Pescatore auf dem Kirchberg in Luxemburg wurde ein Wohngebäude realisiert, das architektonischen Anspruch und technisch ausgereifte Fassadenlösungen vereint. Der Neubau fügt sich in das Ensemble ein und stellt gleichzeitig hohe Anforderungen an Planung, Detailausbildung und Ausführung der Gebäudehülle.
Der Entwurf von FABECKARCHITEKTES basiert auf der Weiterentwicklung des vorhandenen architektonischen Vokabulars. Proportion, Gliederung und Fassadenrhythmus orientieren sich am Bestand, während Materialwahl und Fassadenaufbau eine zeitgemäße Interpretation ermöglichen.
Die Gebäudeanordnung um eine zentrale Piazza erzeugt klare Sichtbezüge und definiert funktionale Freiräume. Für die Fassadenplanung bedeutete dies eine differenzierte Betrachtung der Ansichten sowie eine präzise Abstimmung der Fassadenflächen hinsichtlich Lichtführung, Verschattung und Nutzung.
Ausführung
Die Gebäudehülle wurde als vorgehängte hinterlüftete Fassade konzipiert.
Die Fassadenbekleidung aus Rieder fibreC erfüllt hohe Anforderungen an Witterungsschutz, Diffusionsoffenheit und Dauerhaftigkeit. Gleichzeitig ermöglicht sie eine homogene Fassadenoptik mit klaren Fugenbildern und exakter Linienführung. Vertikale Fassadenelemente in Form von Fins und Lisenen strukturieren die Gebäudehülle und erfordern eine detaillierte Planung der Fassadenunterkonstruktion sowie der Befestigungspunkte.
Anforderungen an Unterkonstruktion und Montage
Die Kombination aus großformatigen Fassadenplatten und vertikalen Fassadenelementen stellte hohe Anforderungen an die Tragkonstruktion und die Ausführungsplanung.
Neben der sicheren Lastabtragung waren folgende Aspekte entscheidend:
- präzise Justierbarkeit
- exakte Ausrichtung
- dauerhafte, sichere Befestigung der Fassadenbekleidung
- montagefreundliche, wirtschaftliche Ausführung
SYSTEA UBE NG kombiniert mit Sonderkonstruktion
Als Unterkonstruktion kam das SYSTEA Profilsystem UBE NG zum Einsatz, das speziell für schwere Fassadenbekleidungen konzipiert wurde. Aluminium-Wandhalter sorgen für eine korrosionsbeständige Anbindung an den Baukörper. Die Tragprofile gewährleisten eine gleichmäßige Lastverteilung und bilden die Basis für eine verdeckte Befestigung der Fassadenplatten. Dadurch entsteht ein ruhiges, durchgängiges Fassadenbild ohne sichtbare Befestigungspunkte.
Für die Umsetzung der Fins wurden projektspezifische Sonderlösungen entwickelt. Individuell gefertigte Winkelkonstruktionen an den Agraffen ermöglichen eine stabile Aufnahme der vertikalen Elemente und sichern deren exakte Positionierung innerhalb der Fassadenstruktur. Sonderagraffen mit integrierten Sicherungswinkeln gewährleisten zusätzliche Montagesicherheit und verhindern ein unbeabsichtigtes Lösen oder Aushängen einzelner Fassadenelemente. Diese Details sind insbesondere für die langfristige Betriebssicherheit und Wartungsfreundlichkeit der Fassade von Bedeutung.
Das Ergebnis
Mit rund 2.800 Quadratmetern Fassadenfläche und etwa 1.200 laufenden Metern Fassadenelementen erforderte das Projekt eine präzise Koordination zwischen Planung, Teilefertigung und Montage.
Die enge Zusammenarbeit zwischen Architekten, Fassadenplanern, Systemhersteller und Verarbeiter ermöglichte eine reibungslose Umsetzung und eine hohe Ausführungsqualität.
Das Projekt zeigt, wie sich anspruchsvolle Architektur mit technisch ausgereiften Fassadensystemen wirtschaftlich und präzise realisieren lässt. Die vorgehängte hinterlüftete Fassade erfüllt sowohl gestalterische als auch bauphysikalische Anforderungen und bietet langfristige Sicherheit hinsichtlich Witterungsschutz, Energieeffizienz und Wartung.
Die Kombination aus Rieder fibreC Fassadenbekleidung und der SYSTEA Unterkonstruktion ermöglicht eine langlebige, flexible und technisch belastbare Fassadenlösung. Individuelle Sonderkonstruktionen für die Fassadengliederung unterstreichen die Planungsfreiheit und zeigen die Leistungsfähigkeit moderner Fassadensysteme im Detail.
Projektdetails
- Objekt: Wohngebäude J.P Fondation Pescatore
- Ort: Kirchberg
- Land: Luxemburg
- Gebäudetyp: Wohnen
- Art der Baumaßnahme: Neubau
- Fertigstellung: 2024
- SYSTEA Wandhalter: Aluminium
- SYSTEA Profilsystem: UBE NG, Sonderkonstruktion für Fins & Sicherungssystem
- Fassadenbekleidung: Rieder fibreC
- Befestigung: Verdeckt
- Architekten: FABECKARCHITECTES
- Verarbeiter: Lampertz Stone Designer
- Fotos: Lampertz Stone Designer
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